Fort- und Weiterbildungsangebote für MFA I Nelly

2.6.2022
Case study
5 min read
Autorin:
Melanie Schröder

Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten ist für seine sehr harten Arbeitsbedingungen bekannt. Dennoch lieben viele MFAs ihren Job und möchten sich gerne weiterbilden. Doch wo genau sollen sie diese Angebote am besten recherchieren? Online gibt es kaum eine übersichtliche Auflistung der Fort- und Weiterbildungsangebote für MFAs – bis jetzt. 

„Fortbildungsangebote für MFA gleichen einem Karrieredschungel“  

Kristin Maurach, Gründerin von MFA mal anders im Interview

MFA & Nelly

Medizinische Fachangestellte, die sich weiterbilden möchten, stehen zunächst vor einem großen Problem: einem schier unüberblickbaren Angebot an Fort- und Weiterbildungen sowie Studiengängen. „Im Internet fand ich alles und nichts“, berichtet Kristin Maurach, ausgebildete Medizinische Fachangestellte, von ihrem ersten Versuch, die richtige Weiterbildung zu finden. Kristin musste etwa ein Jahr lang intensive Recherchearbeit leisten, bevor sie sich für das berufsbegleitende Studium Gesundheits- und Sozialmanagement entschied. 

Nach ihrem Studium rief Kristin die Plattform MFA-mal-anders.de ins Leben. Mittlerweile ist MFA mal anders in Deutschland das größte Karriereportal exklusiv für Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte. Wie Ihre Plattform MFAs bei der Fortbildungsentscheidung hilft und wie Praxen über die Website die richtige MFA finden, erzählt Kristin im Gespräch mit Nelly.  

„Es gab keine zentrale Fortbildungsseite für MFAs, auf der alle Angebote aufgelistet sind“

Nelly: Warum hast Du MFA mal anders in Leben gerufen?

Kristin Maurach: Entstanden ist die Idee aus der Not heraus: Ich habe selbst lange nach der richtigen Fortbildung gesucht, aber musste extrem lange recherchieren, um die Richtige zu finden.

Ich bin gelernte Arzthelferin. Ich habe noch die alte Ausbildung gemacht, ein Jahr später war es dann die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten. Ich habe den Beruf immer gerne ausgeübt. Es ist ein wirklich schöner Job! Ich war allerdings sehr schnell an einem recht hohen Punkt in meiner Karriere. Und zwar als Praxismanagerin des ärztlichen Direktors einer Privatklinik. Da dachte ich mir: Soll ich diesen Job noch in 30 oder 40 Jahren machen…? Das war für mich keine Option. Ich war wissbegierig und wollte mehr.

Kristin Maurach, Gründerin von mfa-mal-anders.de

Ich beschloss also, mich weiterzubilden. Tatsächlich hatte ich aber keinen Überblick darüber, was es eigentlich für Möglichkeiten gibt. Im Internet habe ich sehr wenig Hilfe bekommen. Ich musste mich durch einen regelrechten Karrieredschungel kämpfen und sehr viel recherchieren. Denn es gab einfach keine zentrale Seite, auf der alle Angebote aufgelistet sind. Selbst die Seiten der Ärztekammern haben mir nicht weitergeholfen. Da kam ich auf die Idee zu MFA mal anders. Ich hatte ja schließlich ein Jahr lang Informationen zu den Karrieremöglichkeiten der MFA gesammelt. Und die wollte ich auch anderen Medizinischen Fachangestellten zugänglich machen. 

„Die Praxen müssen sich bei den MFA bewerben – und nicht umgekehrt“

Nelly: Was genau bietet MFA mal anders?

Kristin Maurach: Unser Fokus liegt auf der Karriere der MFA. Bei uns sind alle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Studiengänge übersichtlich aufgelistet. 

Auf unserer Website kann die MFA also ganz gezielt zum Beispiel nach einer Weiterbildung im Praxismanagement suchen. Sie sieht auf einen Blick: Wer bietet das überhaupt an? Bei wem geht es online? Bei wem geht es nur offline? Die Medizinische Fachangestellte kann also direkt alle Vor- und Nachteile überblicken. Das gibt es sonst auf keiner anderen Plattform online. 

Dann gibt es natürlich auch noch die Stellenangebote und -gesuche. Denn obwohl die Ausbildung zur MFA eine der beliebtesten Ausbildungen ist, gibt es einfach zu wenig Bewerber bzw. Bewerberinnen für zu viele offene Stellen. Und so kommt es, dass sich die Praxen bei den Medizinischen Fachangestellten bewerben müssen – und nicht umgekehrt. 

Suchen Praxen also MFAs, können sie bei uns eine Anzeige aufgeben oder die Stellengesuche durchstöbern. Die MFAs können die Stellengesuche komplett anonym aufgeben – eine Möglichkeit, die sehr häufig genutzt wird. Anschließend können sich die potenziellen Arbeitgeber aus dem Umkreis bei der Medizinischen Fachangestellten melden. Die MFA wiederum kann sich dann frei entscheiden, ob sie antwortet oder nicht. Damit ist die MFA bei uns in der besseren Position und hält sozusagen selbst das Zepter in der Hand!

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Nelly: Inwiefern können sich ZFA und MFA weiterbilden? Kannst Du ein paar Beispiele nennen?

Kristin Maurach: Es gibt wirklich diverse und so unzählig viele Fort- und Weiterbildungen, dass ich sie hier nicht alle aufzählen kann. Wer sich als MFA weiterbilden möchte, sollte sich erstmal selbst die Frage stellen: Was macht mir an meinem Job am meisten Spaß? Bin ich eher diejenige, die gerne am Patienten arbeitet? Oder bin ich vielleicht ein Organisationstalent? Es gibt zum Beispiel auch Leute, die beim Thema Datenschutz aufblühen oder sich gerne um das Qualitätsmanagement in den Praxen kümmern. 

Wenn die MFA das herausgefunden hat, kann sie sich auf unserer Seite über Fortbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Berufsfeldern informieren. Hier kann sie nach Fortbildungen in den Bereichen Medizinisch-Technisch, Verwaltung, Beratung, Management und Forschung suchen. Da ist also für jede Medizinische Fachangestellte etwas dabei!

„Viele Ärzte und Ärztinnen schaffen unbewusst ein hierarisches Arbeitsumfeld“

Nelly: Was sind aus Deiner Sicht die häufigsten Probleme in Arztpraxen für MFA?

Kristin Maurach: Das größte Problem in Arztpraxen ist mit Abstand der Personalmangel. Es gibt grundsätzlich immer zu wenig MFA in den Praxen bei viel zu vielen Aufgaben. Insbesondere die Bürokratie macht vielen Medizinischen Fachangestellten zu schaffen. 

Dann wäre da noch das Thema Personalführung. Ärzte und Ärztinnen sind natürlich in ihrem Fach Experten bzw. Expertinnen, aber müssen auch Menschen führen. Doch das wird im Medizinstudium gar nicht gelehrt. Die Mediziner und Medizinerinnen haben in ihrer Ausbildung oft einen alten Professor vor der Nase und fangen ganz klein in der untersten Hierarchiestufe an. Und genau dieses Erlebnis geben sie dann unbewusst an die MFA weiter und schaffen so ein sehr hierarisches, altertümliches Arbeitsumfeld. Dieser nicht immer wertschätzende Umgang mit den Medizinischen Fachangestellten schafft ein ungesundes Arbeitsklima.

Zusätzlich gibt es immer mal wieder Reibereien wegen der Arbeitszeiten. Viele Praxen haben immer noch Öffnungszeiten von früher, wo es sehr lange Mittagspausen gibt, aber die Praxis nachmittags bis abends lange offen hat. Das ist natürlich ein super Service für die Patienten und Patientinnen. Aber für die Mitarbeitenden sind diese Arbeitszeiten oft zu unflexibel. Denn viele wollen oder müssen teilweise früher Feierabend machen, um die Kinderbetreuung sicherzustellen. Denn der Job der MFA ist zu etwa 98 Prozent noch immer ein Frauenberuf und die Kinderbetreuung wird noch immer oft größtenteils von den Müttern übernommen. 

Nelly: Wie können Arztpraxen den Beruf der MFA aus Deiner Sicht attraktiver machen? 

Kristin Maurach: Viele Aufgaben müssen einfach viel effizienter gestaltet werden – zum Beispiel durch Digitalisierung. Mit den richtigen Software-Lösungen kann die MFA entlastet werden, um mehr Zeit für Patienten und Patientinnen zu haben oder um andere wichtige administrative Aufgaben zu erledigen.

Zusätzlich müssen einfach mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden. Praxen sollten auch offen für Quereinsteiger bzw. Quereinsteigerinnen sein, die beispielsweise den Empfang managen und mithilfe von digitalen Tools den Praxisalltag effizienter und reibungsloser gestalten. Durch die digitalen Helfer gibt es dann sozusagen mehr Personal in den Praxen, sodass die MFAs wieder mehr Zeit haben, um die komplexeren Aufgaben adäquat und qualitativ hochwertig durchzuführen. Dann haben Sie weniger Stress und auch wieder mehr Spaß an der Arbeit!

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Die in diesem Artikel verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf alle Personen. Auf eine Doppelnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.

Quelle Artikelbild: Karolina Grabowska/Pexels

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