Was ist eine digitale Anamnese?
Eine digitale Anamnese ersetzt den handschriftlichen Anamnesebogen durch ein digitales Formular, das Patienten vor dem Termin oder direkt in der Praxis ausfüllen. Gemeint ist damit allerdings kein einfaches PDF, sondern ein digitaler Prozess, der sich sauber in den Praxisalltag integrieren lässt.
Vorteile der digitalen Anamnese für Zahnärzte
Die Vorteile der digitalen Anamnese zeigen sich nicht in einzelnen Funktionen, sondern im täglichen Ablauf der Zahnarztpraxis. Sie betrifft Aufnahme, Dokumentation und Kommunikation gleichermaßen.
Die größten Vorteile:
- weniger Zeitaufwand bei der Patientenaufnahme
- keine unleserlichen oder unvollständigen Anamnesebögen
- Änderungen lassen sich ohne neuen Papierbogen erfassen
- geringerer Verwaltungsaufwand für das Team
- strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation
Für Zahnärzte bedeutet das vor allem mehr Ruhe im Ablauf und eine bessere Grundlage für das Patientengespräch.
So funktioniert die digitale Anamnese beim Zahnarzt
Der Ablauf der digitalen Anamnese folgt einem klaren Prinzip:
1. Vor dem Termin

Patienten erhalten vor dem Termin einen digitalen Anamnesebogen, meist per E-Mail oder über einen Link. Sie können die Angaben in Ruhe von zu Hause ausfüllen und bei Bedarf zwischenspeichern.
Vorerkrankungen, Medikamente oder Risikofaktoren werden vollständig erfasst, ohne Zeitdruck und ohne Probleme eine unleserliche Handschrift zu entziffern.
Für die Praxis bedeutet das: Der Termin beginnt nicht mehr mit Papierarbeit, sondern mit vorliegenden Informationen.
2. In der Praxis

Falls Patienten den Bogen vorab nicht ausgefüllt haben, erfolgt die Anamnese direkt in der Praxis digital, zum Beispiel über einen Link oder ein bereitgestelltes Endgerät.
Das Ausfüllen ersetzt den Papierbogen vollständig. Ausdrucken, Abtippen oder Nachfragen wegen unleserlicher Angaben entfallen. Änderungen oder Ergänzungen lassen sich sofort vornehmen, etwa bei neuen Medikamenten oder Vorerkrankungen.
Das Team arbeitet mit aktuellen Daten und muss keine Papierbögen verwalten.
3. Nach dem Termin

Die Angaben bleiben digital verfügbar und können bei Folgeterminen aktualisiert werden. Patienten müssen ihre Daten nicht jedes Mal neu ausfüllen, sondern bestätigen oder anpassen nur das, was sich geändert hat. So entsteht eine fortlaufende, aktuelle Anamnese ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Was Zahnarztpraxen bei der Einführung einer digitalen Anamnese beachten sollten
Die Einführung einer digitalen Anamnese ist technisch meist schnell umgesetzt. Entscheidend ist, dass sie in den Praxisalltag passt und rechtlich sauber bleibt.
Darauf sollten Zahnarztpraxen achten:
- die Lösung muss DSGVO-konform sein und Patientendaten sicher verarbeiten
- die digitale Anamnese sollte in das bestehende Praxisverwaltungssystem eingebunden sein oder sauber daran anschließen
- Patienten sollten die Anamnese freiwillig digital ausfüllen können
- der Ablauf sollte für Team und Patienten einfach verständlich sein
- Änderungen an Gesundheitsdaten müssen jederzeit möglich sein
Je klarer der Ablauf definiert ist, desto schneller wird die digitale Anamnese im Alltag akzeptiert und genutzt.
Praxisbeispiel aus einer Zahnarztpraxis: Digitale Anamnese mit Nelly
Die Zahnarztpraxis Drehbahn 7 in Hamburg hat sich bereits bei der Neugründung 2024 bewusst für digitale Prozesse entschieden. Ein zentraler Baustein dabei ist die digitale Anamnese mit Nelly.

Neue Patienten füllen ihre Anamnesebögen vor dem ersten Termin digital aus. In der Praxis liegen alle Angaben vollständig und aktuell vor, ohne Papier und ohne Nacharbeiten an der Anmeldung.
Darüber hinaus setzt die Praxis auch bei Aufklärung, Dokumentenmanagement und Abrechnung auf digitale Abläufe. So greifen Patientenaufnahme und Verwaltung ineinander, ohne Medienbrüche oder zusätzliche Arbeitsschritte.
Das Ergebnis ist ein ruhigerer Praxisalltag und mehr Zeit für die eigentliche Behandlung.
Zum vollständigen Praxisbericht: Praxisgründung mit Nelly – Drehbahn 7 setzt digitale Maßstäbe.
Digitale Anamnese in der Zahnarztpraxis umsetzen
Mit Nelly lässt sich die Anamnese vollständig digital in den Praxisablauf integrieren. Patienten erfassen ihre Angaben selbst vor dem Termin oder in der Praxis, ohne App und ohne zusätzlichen Aufwand. Auch Einwilligungen und Dokumente können digital und rechtssicher verarbeitet werden.
Die digitale Anamnese ist dabei oft der erste Schritt. Auf Wunsch lassen sich auch weitere Prozesse wie Patientenaufnahme, Aufklärung oder Dokumentenmanagement digital abbilden und miteinander verbinden.
Gerne zeigen wir Ihnen, wie sich digitale Anamnese und weitere Abläufe sinnvoll in Ihrer Zahnarztpraxis umsetzen lassen.





