Praxismanagement

So funktioniert die digitale Anamnese für Zahnärzte: Einfach erklärt

Papierbögen, unleserliche Angaben und Nachfragen an der Rezeption gehören in vielen Zahnarztpraxen noch zum Alltag. Die Anamnese bindet dabei unnötig viel Zeit und sorgt regelmäßig für Unterbrechungen im Praxisablauf. Die digitale Anamnese setzt genau hier an und zeigt, wie sich Abläufe strukturieren und entlasten lassen.

22.1.2026
Robert Adam
Lesezeit
output:  Moderner Krankenhausflur mit Empfang und Pflanzen.

Häufige Fragen

>Ist die digitale Anamnese beim Zahnarzt rechtlich zulässig?

Die digitale Anamnese beim Zahnarzt ist rechtlich zulässig, sofern sie die gleichen Anforderungen erfüllt wie ein papierbasierter Anamnesebogen. Entscheidend ist, dass die Angaben vollständig dokumentiert, nachvollziehbar gespeichert und bei Bedarf abrufbar sind. Das verwendete Medium spielt dabei keine Rolle.

>Ist eine digitale Anamnese DSGVO-konform?

Eine digitale Anamnese kann DSGVO-konform umgesetzt werden, wenn personenbezogene Gesundheitsdaten sicher verarbeitet werden. Dazu gehören eine geschützte Datenübertragung, klar geregelte Zugriffsrechte und eine datenschutzkonforme Speicherung. Die Verantwortung für die Auswahl eines geeigneten Systems liegt bei der Zahnarztpraxis.

>Müssen Patienten die Anamnese digital ausfüllen?

Patienten müssen die Anamnese nicht zwingend digital ausfüllen. Die digitale Anamnese sollte als freiwillige Option angeboten werden. Für Patienten, die keine digitalen Angaben machen möchten oder können, muss weiterhin eine alternative Lösung möglich sein.

>Wie viel Zeit spart die digitale Anamnese pro Patient?

Die digitale Anamnese spart vor allem Zeit bei der Patientenaufnahme und in der Nachbearbeitung. Je nach bisherigem Ablauf lassen sich pro Patient mehrere Minuten einsparen, vor allem durch den Wegfall von Papierbögen, manuellem Abtippen und Rückfragen wegen unleserlicher Angaben. In Praxen mit hohem Neupatientenaufkommen summiert sich dieser Effekt schnell zu spürbarer Entlastung an der Rezeption, besonders zu Stoßzeiten.

>Brauchen Praxen Tablets oder spezielle Hardware für die digitale Anamnese?

Für die digitale Anamnese sind in der Regel keine speziellen Geräte erforderlich. Viele Praxen nutzen einen digitalen Zugang, über den Patienten ihre Angaben vorab auf dem eigenen Endgerät machen. Erfolgt die Anamnese in der Praxis, reicht meist ein vorhandener Rechner oder ein einfaches Endgerät mit Internetzugang.

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In diesem Artikel lesen Sie:

Was ist eine digitale Anamnese? 

Eine digitale Anamnese ersetzt den handschriftlichen Anamnesebogen durch ein digitales Formular, das Patienten vor dem Termin oder direkt in der Praxis ausfüllen. Gemeint ist damit allerdings kein einfaches PDF, sondern ein digitaler Prozess, der sich sauber in den Praxisalltag integrieren lässt.

Vorteile der digitalen Anamnese für Zahnärzte

Die Vorteile der digitalen Anamnese zeigen sich nicht in einzelnen Funktionen, sondern im täglichen Ablauf der Zahnarztpraxis. Sie betrifft Aufnahme, Dokumentation und Kommunikation gleichermaßen.

Die größten Vorteile:

  • weniger Zeitaufwand bei der Patientenaufnahme
  • keine unleserlichen oder unvollständigen Anamnesebögen
  • Änderungen lassen sich ohne neuen Papierbogen erfassen
  • geringerer Verwaltungsaufwand für das Team
  • strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation

Für Zahnärzte bedeutet das vor allem mehr Ruhe im Ablauf und eine bessere Grundlage für das Patientengespräch.

So funktioniert die digitale Anamnese beim Zahnarzt

Der Ablauf der digitalen Anamnese folgt einem klaren Prinzip:

1. Vor dem Termin

Älterer Patient sitzt zu Hause auf dem Sofa und nutzt ein Smartphone, um Anamnese digital auszufüllen.

Patienten erhalten vor dem Termin einen digitalen Anamnesebogen, meist per E-Mail oder über einen Link. Sie können die Angaben in Ruhe von zu Hause ausfüllen und bei Bedarf zwischenspeichern. 

Vorerkrankungen, Medikamente oder Risikofaktoren werden vollständig erfasst, ohne Zeitdruck und ohne Probleme eine unleserliche Handschrift zu entziffern. 

Für die Praxis bedeutet das: Der Termin beginnt nicht mehr mit Papierarbeit, sondern mit vorliegenden Informationen.

2. In der Praxis

Patienten sitzen im Wartezimmer einer Arztpraxis und nutzen ihre Smartphones, während sie auf ihren Termin warten.

Falls Patienten den Bogen vorab nicht ausgefüllt haben, erfolgt die Anamnese direkt in der Praxis digital, zum Beispiel über einen Link oder ein bereitgestelltes Endgerät. 

Das Ausfüllen ersetzt den Papierbogen vollständig. Ausdrucken, Abtippen oder Nachfragen wegen unleserlicher Angaben entfallen. Änderungen oder Ergänzungen lassen sich sofort vornehmen, etwa bei neuen Medikamenten oder Vorerkrankungen.

Das Team arbeitet mit aktuellen Daten und muss keine Papierbögen verwalten.

3. Nach dem Termin

Praxispersonal arbeitet am Computer in einer Zahnarztpraxis und verwaltet digitale Patientendaten am Arbeitsplatz.

Die Angaben bleiben digital verfügbar und können bei Folgeterminen aktualisiert werden. Patienten müssen ihre Daten nicht jedes Mal neu ausfüllen, sondern bestätigen oder anpassen nur das, was sich geändert hat. So entsteht eine fortlaufende, aktuelle Anamnese ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.

Was Zahnarztpraxen bei der Einführung einer digitalen Anamnese beachten sollten

Die Einführung einer digitalen Anamnese ist technisch meist schnell umgesetzt. Entscheidend ist, dass sie in den Praxisalltag passt und rechtlich sauber bleibt.

Darauf sollten Zahnarztpraxen achten:

  • die Lösung muss DSGVO-konform sein und Patientendaten sicher verarbeiten
  • die digitale Anamnese sollte in das bestehende Praxisverwaltungssystem eingebunden sein oder sauber daran anschließen
  • Patienten sollten die Anamnese freiwillig digital ausfüllen können
  • der Ablauf sollte für Team und Patienten einfach verständlich sein
  • Änderungen an Gesundheitsdaten müssen jederzeit möglich sein

Je klarer der Ablauf definiert ist, desto schneller wird die digitale Anamnese im Alltag akzeptiert und genutzt.

Praxisbeispiel aus einer Zahnarztpraxis: Digitale Anamnese mit Nelly 

Die Zahnarztpraxis Drehbahn 7 in Hamburg hat sich bereits bei der Neugründung 2024 bewusst für digitale Prozesse entschieden. Ein zentraler Baustein dabei ist die digitale Anamnese mit Nelly.

Neue Patienten füllen ihre Anamnesebögen vor dem ersten Termin digital aus. In der Praxis liegen alle Angaben vollständig und aktuell vor, ohne Papier und ohne Nacharbeiten an der Anmeldung.

Darüber hinaus setzt die Praxis auch bei Aufklärung, Dokumentenmanagement und Abrechnung auf digitale Abläufe. So greifen Patientenaufnahme und Verwaltung ineinander, ohne Medienbrüche oder zusätzliche Arbeitsschritte.

Das Ergebnis ist ein ruhigerer Praxisalltag und mehr Zeit für die eigentliche Behandlung.

Zum vollständigen Praxisbericht: Praxisgründung mit Nelly – Drehbahn 7 setzt digitale Maßstäbe.

Digitale Anamnese in der Zahnarztpraxis umsetzen

Mit Nelly lässt sich die Anamnese vollständig digital in den Praxisablauf integrieren. Patienten erfassen ihre Angaben selbst vor dem Termin oder in der Praxis, ohne App und ohne zusätzlichen Aufwand. Auch Einwilligungen und Dokumente können digital und rechtssicher verarbeitet werden.

Die digitale Anamnese ist dabei oft der erste Schritt. Auf Wunsch lassen sich auch weitere Prozesse wie Patientenaufnahme, Aufklärung oder Dokumentenmanagement digital abbilden und miteinander verbinden.

Gerne zeigen wir Ihnen, wie sich digitale Anamnese und weitere Abläufe sinnvoll in Ihrer Zahnarztpraxis umsetzen lassen.

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Robert Adam

Autor

Robert Adam ist SEO-Content-Spezialist und Betreiber von clickfound.de. Er unterstützt Unternehmen und Tech-Startups dabei, komplexe Themen zu recherchieren und verständlich aufzubereiten.

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