Woran Digitalisierung in Arztpraxen oft scheitert
Die Digitalisierung von Arztpraxen scheitert selten an fehlender Technik, sondern an strukturellen Rahmenbedingungen im Praxisalltag.
Hohe Auslastung, begrenzte personelle Ressourcen und bereits etablierte Abläufe lassen oft wenig Spielraum für grundlegende Veränderungen.
Digitalisierung erfolgt nicht isoliert vom Praxisalltag, sondern muss sich in einen laufenden Betrieb integrieren, der auf Stabilität ausgelegt ist. Das verlangsamt viele Vorhaben bereits zu Beginn.
1. Unklare Prozesse vor dem Einsatz digitaler Systeme

In vielen Praxen existieren Abläufe, die sich über Jahre entwickelt haben, ohne systematisch dokumentiert oder hinterfragt worden zu sein. Werden digitale Systeme auf diese Strukturen aufgesetzt, übernehmen sie bestehende Schwächen, statt sie zu beheben. Ohne klare Prozessdefinition bleibt unklar, welche Schritte digital unterstützt werden sollen und wo tatsächlich Entlastung entstehen kann.
2. Zusätzliche Belastung im Praxisalltag erschwert die Digitalisierung

Digitalisierung wird im Praxisalltag häufig als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen. Neue Systeme erfordern Einarbeitung, Abstimmung im Team und Anpassungen bestehender Routinen. Diese Aufwände fallen in einer Phase an, in der der reguläre Betrieb unverändert weiterläuft. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Digitalisierung kurzfristig mehr Arbeit verursacht als Nutzen bringt. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass Projekte verzögert, unterbrochen oder nur teilweise umgesetzt werden.
3. Probleme bei der Integration in bestehende Systeme und Abläufe der Arztpraxis

Ein weiterer Bremsfaktor sind Integrationsprobleme in bestehende Systemlandschaften. Arztpraxen arbeiten mit Praxisverwaltungssystemen, Abrechnungspartnern und weiteren externen Strukturen, die aufeinander abgestimmt sind. Digitale Lösungen, die nicht nahtlos anschließen, erzeugen zusätzliche Schnittstellen und manuelle Zwischenschritte. Statt Prozesse zu vereinfachen, erhöhen sie die Komplexität. Das schwächt das Vertrauen in weitere Digitalisierungsmaßnahmen.
4. Fehlende Akzeptanz für die Digitalisierung im Praxisteam

Die Akzeptanz im Praxisteam ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg digitaler Projekte. Digitalisierung verändert Aufgabenverteilungen und Arbeitsweisen. Werden diese Veränderungen nicht transparent erklärt und begleitet, entstehen Unsicherheit und Zurückhaltung. Fehlt ein gemeinsames Verständnis für Ziel und Nutzen digitaler Abläufe, bleibt Digitalisierung ein externes Projekt, das nicht im Alltag verankert ist.
5. Digitalisierung wird oft als abgeschlossenes Projekt verstanden

Viele Digitalisierungsinitiativen scheitern an einer falschen Erwartungshaltung. Digitalisierung wird häufig als einmalige Maßnahme geplant, nach deren Einführung ein stabiler Endzustand erwartet wird. In der Praxis erfordert sie jedoch kontinuierliche Anpassung an neue Anforderungen, Rückmeldungen aus dem Alltag und veränderte Rahmenbedingungen. Wird dieser fortlaufende Charakter nicht berücksichtigt, verlieren Projekte an Wirkung oder kommen zum Stillstand.
Wichtige Anforderungen an digitale Lösungen für Arztpraxen
Aus diesen Hürden ergeben sich klare Anforderungen an digitale Lösungen im medizinischen Umfeld:
- Sie müssen bestehende Abläufe unterstützen, ohne zusätzliche Komplexität zu erzeugen
- Ihr Nutzen sollte im Praxisalltag früh erkennbar sein und nicht erst nach langen Umstellungsphasen.
- Zudem müssen sie als Teil eines fortlaufenden Entwicklungsprozesses gedacht sein, nicht als isolierte Maßnahme.
Anbieter wie Nelly setzen genau diese strukturellen Anforderungen an, indem sie Digitalisierung als integrierten Bestandteil des Praxisbetriebs verstehen.
Welche Art von digitaler Lösung den Praxisalltag wirklich entlastet
Entlastung entsteht besonders stark dort, wo Prozesse vor dem Termin beginnen, manuelle Zwischenschritte reduziert werden und digitale Abläufe für Praxisteams nachvollziehbar bleiben.
Praxisbeispiele aus der Zusammenarbeit mit Nelly zeigen, welche Effekte die Digitalisierung konkret erzielen kann.
Die folgenden Ergebnisse stammen von BISS45 (Kieferorthopädie), einem anschaulichen Praxisbeispiel von Nelly. Sie sind keine allgemeinen Benchmarks, verdeutlichen aber typische Effekte im Praxisalltag:
- Zeitersparnis pro Neupatient: 30-60 Minuten
- Reduktion der Druckkosten (Papierverbrauch) um bis zu 80 %
- Perspektivisch ca. 500 Stunden Arbeitszeitersparnis pro Jahr bei etwa 2000 Neupatienten
Diese Effekte entstehen nicht durch einzelne Funktionen, sondern durch eine durchdachte Abstimmung interner und digitalisierter Prozesse.
Auch Prozesse wie Rechnungsabwicklung und Forderungsmanagement kann Nelly für Ihre Praxis digital abbilden.
Nelly berät Sie kostenfrei und unverbindlich, um zu prüfen, was in Ihrer Praxis machbar ist.




