Digital Health: Wie sieht die Zukunft des Gesundheitswesens aus?

19.12.2023
Digitalisierung
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min Lesezeit
Autorin:
Autor:
Anett Witke

Digital Health soll die Gesundheitsversorgung weltweit auf ein neues Level heben. Praktische Anwendungen wie Telemedizin und digitale Gesundheitsanwendungen sorgen bereits heute für deutlich mehr Effizienz. Technologien wie KI und Virtual Reality halten auch für die Zukunft ungeahntes Potenzial bereit. Doch was zählt alles zu Digital Health? Welche Gesetze gelten dabei? Und welche Chancen und Herausforderungen kommen auf uns zu? Lernen Sie Praxisbeispiele kennen.

© Canva
Die wichtigsten Antworten über Digital Health auf einen Blick:
Was ist Digital Health?

Digital Health umfasst alle Anwendungen zeitgemäßer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Gesundheitswesen, wie beispielsweise die elektronische Patientenakte oder mobile Gesundheitsanwendungen.

Welche Vorteile und Chancen birgt Digital Health?

Digital Health eröffnet nicht nur Möglichkeiten für eine effizientere Kommunikation im Gesundheitswesen, sondern präsentiert nahezu grenzenlose Chancen zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung sowohl auf nationaler als auch globaler Eben

Welche Herausforderungen bringt die digitale Gesundheitsversorgung mit sich?

Digital Health birgt Herausforderungen, die sowohl technischer als auch ethischer, rechtlicher und sozialer Natur sein können. Es ist entscheidend, dass persönliche Gesundheitsinformationen jederzeit datenschutzkonform gespeichert und übermittelt werden. Der Schutz vor Datenmissbrauch erfordert die Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselungstechnologien oder die Auswahl sicherer Serverstandorte.

Definition: Was ist Digital Health?

Digital Health fasst sämtliche Anwendungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) im Gesundheitswesen zusammen. Dazu gehören neben der Betreuung von Patienten beispielsweise auch die Prävention von Krankheiten oder alltägliches Fitness-Monitoring. 

Typische Bereiche der Digital Health und was sich dahinter verbirgt:

  • Telemedizin: Die digitale Arzt-Patienten-Kommunikation oder sogar die Fernbehandlung von Patienten über Videoanrufe, Chats oder E-Mail-Kommunikation.
  • Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA): Apps und Software, die zur Diagnose, Behandlung oder Prävention von Krankheiten eingesetzt werden
  • Health Tracking: Persönliche Gesundheitsgeräte wie Blutzuckermessgeräte, digitale Blutdruckmessgeräte und andere tragbare oder zu Hause verwendbare Technologien, die Gesundheitsdaten sammeln und übermitteln.
  • Künstliche Intelligenz und Big Data: Die Analyse großer Mengen von Gesundheitsdaten für verbesserte Diagnosen und Behandlungspläne sowie zum besseren Verständnis von Krankheitsmustern.
  • Gesundheitsinformations-Systeme: Systeme zur Erfassung, Speicherung, Verwaltung und Übertragung von Patientendaten und gesundheitsbezogenen Informationen. Eine bessere Vernetzung von Akteuren steigert die Effizienz, weil beispielsweise verschiedene Fachärzte Zugriff auf dieselbe Datengrundlage haben.

Beispiele aus dem Alltag

Digital Health ist längst in unserem Alltag angekommen. Beispielsweise ermöglicht die elektronische Patientenakte eine präzise und vollständige Gesundheitsgeschichte des Patienten über verschiedene Gesundheitseinrichtungen hinweg.

Wearables wie Fitness-Tracker, Smartwatches und Herzfrequenzmesser erfassen kontinuierlich Gesundheitsdaten wie Schritte, Herzfrequenz, Schlafqualität und sogar EKG-Daten. Sie tragen maßgeblich zum selbstbestimmten Patienten-Monitoring und zur Krankheitsvorsorge bei. 

Mobile-Health-Anwendungen für Smartphones unterstützen die Gesundheitsüberwachung durch Funktionen wie Medikamentenerinnerungen oder Wellness-Tipps.

Was ist E-Health?

E-Health (Electronic Health) und Digital Health werden meist als Synonyme gebraucht. Tatsächlich gibt es aber feine Bedeutungsunterschiede. Während E-Health vor allem im Zusammenhang mit der Gesundheitsverwaltung von Patienten verwendet wird, umfasst Digital Health zusätzlich die Förderung des allgemeinen Wohlbefindens von Personen.

Der Begriff E-Health wird zum Beispiel vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) genutzt, um Maßnahmen wie die Bereitstellung der Telematikinfrastruktur (TI), die elektronische Gesundheitskarte (eGK), die elektronische Patientenakte (ePA) oder das E-Rezept zusammenzufassen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Digital Health und E-Health.

Wie sieht die Gesetzeslage in Deutschland aus?

In Deutschland gibt es eine Reihe von Gesetzen, die für Digital Health eine Rolle spielen. Dazu gehören unter anderem:

  • Bürokratieentlastungsgesetz: Das BEG soll Bürokratie abbauen und fördert in diesem Zusammenhang auch den Einsatz digitaler Technologien. In der Novelle IV wurde festgelegt, dass durch eine entsprechende Änderung im BGB die elektronische Form offizieller Standard im Rechtsverkehr werden soll. Die Schriftform soll nur noch als Ersatzform gelten.
  • Digitale-Versorgung-Gesetz: Das DVG bildet die Grundlage für die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland. Das Gesetz ändert viele bestehende Gesetze und Verordnungen, insbesondere Regelungen für die gesetzlichen Krankenversicherungen.
  • Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen: Das so genannte E-Health-Gesetz regelt die Rahmenbedingungen für die Einführung und den Einsatz digitaler Technologien im Gesundheitswesen.
  • Patientendaten-Schutz-Gesetz: Das PDSG regelt vor allem den Schutz personenbezogener Gesundheitsdaten, insbesondere im Zusammenhang mit Maßnahmen wie der elektronischen Patientenakte (ePA) oder dem E-Rezept.

Welche Vorteile und Chancen birgt Digital Health?

Neben einer effizienteren Kommunikation im Gesundheitswesen bietet Digital Health nahezu unendliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowohl in Deutschland als auch global. Einige der wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Verbesserter Zugang zu Gesundheitsversorgung: Digitale Technologien können den Zugang zu Gesundheitsdiensten erweitern, insbesondere in abgelegenen oder unterversorgten Gebieten. Telemedizin ermöglicht es beispielsweise, Fachkräfte aus der Ferne zu konsultieren.
  • Bessere Prävention und Krankheitsmanagement: Wearables und mobile Gesundheits-Apps können kontinuierlich Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz, Schlafrhythmus und Aktivitätslevel überwachen. Dadurch können Krankheiten vorgebeugt oder der Verlauf chronischer Krankheiten besser gemanagt werden.
  • Erhöhte Patientenbeteiligung und -autonomie: Digitale Tools ermöglichen es den Patienten, aktiver an ihrer eigenen Gesundheitsversorgung teilzunehmen. Apps und Online-Plattformen bieten einfache Möglichkeiten, Gesundheitsinformationen zu verwalten und Entscheidungen über die eigene Behandlung zu treffen.
  • Datenanalyse und Forschung: Die Sammlung und Analyse von Gesundheitsdaten über digitale Tools ermöglichen wertvolle Einblicke für die medizinische Forschung und die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden.
  • Früherkennung von Epidemien und Krankheitsausbrüchen: Digitale Überwachungssysteme können dabei helfen, Muster und Trends bei Krankheiten frühzeitig zu erkennen und entsprechend schnell darauf zu reagieren.
  • Mehr Zeit für Patienten: Durch die Digitalisierung der Abläufe in Arztpraxen gewinnen Ärzte mehr Zeit für ihre Patienten. Beispielsweise können Ärzte mit einer Software wie Nelly ihr Personal entlasten: Mit Funktionen wie einer digitalen Anamnese und dem automatischen Rechnungsversand sparen Arztpraxen im Schnitt 90 Minuten Arbeitsaufwand pro Tag.

Digital Health in naher Zukunft

Technologien wie künstliche Intelligenz (KI) und virtuelle Realität (VR) ermöglichen spannende neue Möglichkeiten. VR eignet sich zum Beispiel zur Behandlung von Phobien, Angststörungen oder PTSD, indem sichere Umgebungen für die Expositionstherapie geschaffen werden.

Bill Gates glaubt beispielsweise, dass Menschen in den ärmsten Regionen der Welt dank Big Data und KI einen Zugang zu diagnostischer Medizin bekommen könnten. Die Idee dahinter: digitale Datenanalysen verarbeiten kosteneffizient große Mengen an Gesundheitsinformationen und leiten automatisiert entsprechende Handlungsempfehlungen ab.

Es gibt viele Vorteile und Chancen und Digital Health.

Welche Herausforderungen bringt die digitale Gesundheitsversorgung mit sich?

Digital Health bringt Herausforderungen mit sich, die sowohl technischer als auch ethischer, rechtlicher und sozialer Natur sein können. Persönliche Gesundheitsinformationen müssen zu jeder Zeit datenschutzkonform gespeichert und übermittelt werden. Datenmissbrauch muss durch Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselungstechnologien oder sichere Serverstandorte gewährleistet werden.

Zudem muss beispielsweise im Bereich der Telemedizin oder beim Abrufen der elektronischen Patientenakte eine hohe Ausfallsicherheit der digitalen Infrastruktur gegeben sein. Einheitliche technische Standards werden benötigt und medizinisches Personal braucht Schulungen, um die neuen Technologien fehlerfrei anzuwenden.

Deswegen ist es sinnvoll, auf moderne Software-Lösungen aus Deutschland zu vertrauen. Nelly berücksichtigt geltende Richtlinien und Gesetze und bietet zudem eine benutzerfreundliche und intuitive Oberfläche.

Fazit: Digital Health ist da und in Zukunft nicht mehr wegzudenken

Digital Health hat sich als wesentlicher Bestandteil im Gesundheitswesen etabliert und wird zukünftig an Bedeutung gewinnen. Sie bietet enorme Chancen für eine verbesserte medizinische Versorgung, effizientere Prozesse und eine stärkere Patientenbeteiligung. Trotz der Herausforderungen im Datenschutz, überwiegen die Möglichkeiten für eine fortschrittliche und patientenzentrierte Gesundheitsversorgung der Zukunft.

Wie digitalisiere ich meine Arztpraxis?

Sie wünschen sich mehr Zeit für Ihre Patienten und weniger Aufwand für die Dokumentation? Dann ist Digital Health genau das richtige Thema. Durch staatliche Maßnahmen wie die elektronische Patientenakte und das E-Rezept profitieren Arztpraxen automatisch von den Vorteilen der Digital Health. Wer bei der Digitalisierung Unterstützung benötigt, kann sogar Kredite oder Fördermittel beantragen.

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Die in diesem Artikel verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich immer gleichermaßen auf alle Personen. Auf eine Doppelnennung und gegenderte Bezeichnungen wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.

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