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Digitalisierung in der Arztpraxis: Studien und Tipps

Digitalisierung
13.06.2022
Author:
Laura Hauck

Sowohl Patient:innen als auch Ärzt:innen befürworten die Nutzung digitaler Technologien im Praxisalltag. Doch wie steht es tatsächlich um die Digitalisierung von Arztpraxen? Lesen Sie hier, wie Deutschland im internationalen Vergleich abschneidet und wie Sie Ihre Praxis digitalisieren können.

Die wichtigsten Antworten zur digitalen Arztpraxis auf einen Blick

Was versteht man unter dem Begriff Digitalisierung?

Digitalisierung meint den Prozess der Umwandlung von analogen Prozessen in digitale mit dem Ziel, sie zu verbessern sowie effizienter und transparenter zu machen. Dies kann im Praxiskontext unterschiedlich erfolgen, zum Beispiel über: 

  • Online-Terminbuchungssysteme
  • Elektronische Gesundheitsakte (eGA)
  • Elektronische Patientenakte (ePA)
  • Video-Sprechstunden
  • Digitale Prozesse der Praxisorganisation und -verwaltung

Wie digital sind Deutschlands Ärzt:innen?

Deutschlands Ärzt:innen sind der Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen und sehen sie überwiegend als Chance. Dennoch liegt Deutschland im internationalen Vergleich bei der Digitalisierung laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung auf dem vorletzten Platz. Grund dafür ist die schleppende Einführung digitaler Health-Anwendungen in den Praxis-Regelbetrieb.

Warum spielt die Digitalisierung im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle?

Die Digitalisierung bewirkt tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen sowohl in der Diagnostik und Behandlung als auch in den administrativen Prozessen. Nicht zuletzt durch Regelungen wie dem E-Health-Gesetz von 2016, der Lockerung des Fernbehandlungsverbots 2018 und des Digitale-Versorgung-Gesetz von 2019 wurde die Digitalisierung in der medizinischen Versorgung rechtlich verankert.

Spätestens seit der Verabschiedung des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) von 2019² und den Versorgungsproblemen während der Covid-19 Pandemie ist klar: Deutschlands Gesundheitswesen muss digitaler werden – und Arztpraxen gleich mit. Dies trifft in Fachkreisen überwiegend auf positive Resonanz. Laut einer Erhebung von bitkom wird die Digitalisierung von 67 Prozent aller befragten Ärzt:innen vor allem als Chance gesehen³. Zu diesem Schluss kommt auch das aktuelle Praxisbarometer Digitalisierung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Schließlich bietet sie viele Möglichkeiten, den Praxisalltag patientenfreundlicher und effizienter zu gestalten sowie das Personal zu entlasten. Doch wie steht es um die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland aktuell?

67% aller Ärzt:innen sehen die Digitalisierung als Chance

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Deutschland

Die Einschätzung des aktuellen Stands der Digitalisierung lässt sich laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte vor allem mit einem Wort zusammenfassen: „langsam“⁴. Einer der Gründe dafür: Die Digitalisierung ist in den letzten Jahrzehnten – auch vom Gesetzgeber – nur zögerlich verfolgt worden. So sind erst kürzlich die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden für die Einführung und Nutzung von⁵:

Die Herausforderungen für Praxen

Laut einer Statistik zur Einführung digitaler Technologien in Gesundheitsorganisationen gehören vor allem die Bürokratie im Gesundheitswesen sowie die Kosten der neuen Technologien zu den größten Fortschrittshemmnissen⁶. Außerdem halten nicht zuletzt auch große Datenschutzbedenken viele Ärzt:innen davon ab, die Innovationen aktiv im Praxisalltag zu nutzen. So ist aktuell mehr möglich, als bereits im Regelbetrieb Standard ist. Anders sieht es in einigen europäischen Nachbarländern und im internationalen Vergleich aus.

Datenschutzbedenken halten viele Ärzt:innen von der Nutzung digitaler Tools ab

Digitalisierung im internationalen Vergleich

Internationale Statistiken und Rankings der letzten 20 Jahre zeigen immer wieder und eindeutig den Rückstand Deutschlands in Bezug auf die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Auch eine Studie der Bertelsmann Stiftung sieht Deutschland auf dem vorletzten Platz.

Diese Länder gegen mit gutem Beispiel voran

Dabei machen zum Beispiel Dänemark und Estland vor, wie es geht: In den beiden europäischen Ländern ist es längst üblich, dass Patient:innen ihre Patientenakte mitsamt ihren Untersuchungsergebnissen und Medikationsplänen online einsehen sowie mit ihren behandelnden Ärzt:innen teilen. Auch im Vergleich zu Kanada hat Deutschland Nachholbedarf. Dort ist die Nutzung der Videosprechstunde bereits weit verbreitet. Israel geht bei der Nutzung digitaler Technologien noch einen Schritt weiter und setzt standardmäßig auch künstliche Intelligenz zur Krebs-Früherkennung ein.⁷

Telemedizin, die elektronische Patientenakte und KI in der Krebsfrüherkennung sind in anderen Ländern Standard.

In Bereichen, in denen andere Länder regelmäßig auf digitale Technologien setzen, hängt Deutschland hinterher. Doch das lässt sich ändern! 

Digitale Arztpraxis: Mit diesen Maßnahmen klappt‘s

Ihre Arztpraxis zu digitalisieren, muss nicht kompliziert sein – ganz im Gegenteil! Die Technologien erleichtern Ihnen, Ihrem Personal und Ihren Patient:innen den Praxisalltag enorm:

  • Online-Terminbuchung: Keine Warteschleife mehr! Statt zum Telefon zu greifen, können Patient:innen ganz einfach elektronisch ihren Wunschtermin vereinbaren. Laut einer Studie ist dies das beliebteste digitale Angebot im Gesundheitswesen.
  • Digitale Abrechnungssysteme: Jetzt Zeit sparen! Dem hohen administrativen Aufwand entgehen Sie mit Softwarelösungen, die auf die Abrechnung von Privat- und IGeL-Leistungen spezialisiert sind.
  • Elektronische Patientenakte (ePA): Alle Informationen auf einen Klick! Mit der ePA wissen Sie immer sofort, welche Medikamente Ihre Patient:innen einnehmen, welche laufenden Therapiemaßnahmen erfolgen und vieles mehr. 
  • Praxisverwaltungssysteme (PVS): Hier läuft alles zusammen! Mit einem PVS haben Sie immer alles im Blick: von der Patientenakte über Zahlungsinformationen bis zu Stammdaten und Einverständniserklärungen. Viele Anbieter ermöglichen zudem einen hohen Grad an Individualisierung, sodass die Software sich optimal an Ihre Anforderungen anpasst.
  • Video-Sprechstunde: Mit Abstand am besten! Wenn es Ihren Patient:innen nicht möglich ist, persönlich in die Praxis zu kommen, kann eine digitale Konsultation die Lösung sein. Außerdem verringern Video-Sprechstunden die Wartezeiten und helfen, Versorgungslücken in ländlichen Gebieten zu schließen.
  • Digitale Anamnese: Einfach Grundlagen schaffen! Denn die Anamnese ist eine wichtige Maßnahme in der Diagnostik. Erheben Sie deswegen alle Informationen lückenlos und effizient mit digitalen Tools wie zum Beispiel Nelly.

Über diese Optionen hinaus gibt es noch weitere Möglichkeiten aus dem E-Health-Bereich – wie beispielsweise das E-Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente oder Gesundheits-Apps, die an die regelmäßige Einnahme erinnern.

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie im Digitalisierungsratgeber der apobank.

Mit Nelly zur digitalen Arztpraxis werden

Nelly ermöglicht es Ihnen schon heute die digitalen Möglichkeiten der Zukunft zu nutzen. Denn mit der Software lassen sich viele Prozesse des Praxisalltags mit wenigen Klicks erledigen:

  • Anamnese und Stammdatenerfassung
  • Unterzeichnung von Behandlungsverträgen
  • Auswahl der Zahlungsmethode
  • Automatische Abrechnung von Privat- und IGeL-Leistungen

Mit der Software von Nelly möglich: digitaler Anamnesebogen, Unterschrift, Zahlungsmethode, Abrechnung.

Alles, was Sie dafür brauchen? Einen Computer mit Internetzugang!

So funktioniert Nelly

Die Handhabung von Nelly ist ganz einfach – auch für Patient:innen und Personal, die nicht zu den „Digital Natives“ zählen! 

  1. Die Patient:innen füllen den Anamnesebogen an ihrem eigenen Smartphone aus und hinterlegen ihre gewünschte Zahlungsmethode.
  2. Behandlungsverträge können rechtssicher mit einem Klick unterschrieben werden.
  3. Alle Daten werden automatisch im Nelly Praxen Portal gespeichert.
  4. Nach der Behandlung initiiert Nelly die Abrechnung automatisch.

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