Digitalisierung

Die papierlose Praxis: Welche Prozesse können Sie in Ihrer Zahnarztpraxis heute digitalisieren?

Papierberge kosten Ihre Zahnarztpraxis täglich Zeit, Geld und Nerven – und seit Oktober 2025 ist die elektronische Patientenakte ohnehin Pflicht. Die papierlose Praxis ist deshalb kein Zukunftsthema mehr, sondern Ihr nächster logischer Schritt. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Prozesse Sie konkret digitalisieren können, was rechtlich gilt und wo Sie sofort entlastet werden.

23.7.2026
Julien Sara Lorenz
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output:  Moderner Krankenhausflur mit Empfang und Pflanzen.

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Über die Praxis

Herausforderung

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Das Wichtigste in Kürze

  • Papierprozesse binden in der Zahnarztpraxis täglich Personalzeit, die am Behandlungsstuhl fehlt – und seit dem 1. Oktober 2025 ist die Nutzung der elektronischen Patientenakte für Zahnarztpraxen ohnehin verpflichtend.
  • Den größten Effekt erzielen Sie, wenn Sie zuerst die papierlastigsten Abläufe digitalisieren: Anamnese, Behandlungsdokumentation und die Kommunikation von Behandlungsplänen.
  • Eine durchgängig papierlose Praxis senkt Ihren Verwaltungsaufwand, hält die gesetzlichen Aufbewahrungs- und Datenschutzpflichten zuverlässig ein und verschafft Ihrem Team spürbar mehr Zeit für die Patienten.

Es ist Montagmorgen in Ihrer Zahnarztpraxis. Am Empfang stapeln sich ausgedruckte Anamnesebögen, im Sprechzimmer wartet ein Patient auf seinen Heil- und Kostenplan, den eine Mitarbeiterin gerade von Hand kopiert, und in der Verwaltung sucht jemand eine zehn Jahre alte Karteikarte. Vieles davon ließe sich heute in Sekunden digital erledigen. Genau hier setzt die papierlose Praxis an.

Papierstabel auf dem Schreibtisch

Was bringt Ihnen eine papierlose Zahnarztpraxis konkret?

Eine papierlose Zahnarztpraxis ersetzt manuelle Papierprozesse – von der Anamnese über die Dokumentation bis zur Abrechnung – durch digitale Abläufe und spart Ihrem Team dadurch Zeit, die unmittelbar der Behandlung am Stuhl zugutekommt. Die Vorteile lassen sich in drei Bereiche einteilen: Praxisablauf, Patientenzufriedenheit und Verwaltung.

  • Effizienterer Praxisablauf: Sie eliminieren Fehlerquellen, die beim händischen Übertragen von Daten entstehen, und Ihr Team muss nichts mehr ausdrucken, einscannen oder archivarisch verwalten. Informationen sind sofort am richtigen Platz im Praxisverwaltungssystem.
  • Höhere Patientenzufriedenheit: Ihre Patienten füllen Anamnese und Aufklärungsbögen bequem auf dem eigenen Smartphone aus – zuhause oder im Wartezimmer. Das verkürzt Wartezeiten und nimmt dem Empfang das mühsame Nachfassen fehlender Angaben ab.
  • Weniger Verwaltungsaufwand: Befunde, Pläne und Abrechnungsdaten lassen sich mit wenigen Klicks weiterverarbeiten, statt sie mehrfach von Hand zu erfassen. Jede eingesparte Minute in der Verwaltung ist eine Minute mehr für Ihre Patienten.

Der Einstieg gelingt fast immer dort, wo die meisten Patienten zuerst auf Papier treffen: bei der Anamnese. Mit der digitalen Anamnese von Nelly füllen Ihre Patienten den Bogen rechtskonform auf dem eigenen Gerät aus, unterschreiben mit einem Klick, und die Daten fließen automatisch in Ihr Praxisverwaltungssystem. Eine App müssen sie dafür nicht installieren – die Eingabe läuft direkt über den Browser.

Patient füllt digitale Anamnese aus

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Wie wird Ihre Behandlungsdokumentation papierlos – ohne dass Sie länger tippen?

Die Behandlungsdokumentation wird papierlos, indem Sie sie nicht mehr handschriftlich oder per Tastatur erfassen, sondern direkt elektronisch in der Behandlungsakte festhalten – § 630f BGB stellt die elektronische Form der Papierform ausdrücklich gleich. Die Dokumentationspflicht ist damit erfüllt, solange nachträgliche Änderungen erkennbar bleiben und die Daten sicher aufbewahrt werden.

Das eigentliche Problem ist selten die Pflicht, sondern der Aufwand. Jede Behandlung sauber zu dokumentieren, kostet Zeit – Zeit, die Sie zwischen zwei Patienten oft nicht haben. Die Folge: Notizen werden abends nachgetragen, Details gehen verloren, und im Streitfall droht durch eine lückenhafte Akte sogar die Beweislastumkehr nach § 630h BGB.

Hier setzt die KI-Dokumentation von Nelly an. Statt zu tippen, hört die KI im Patientengespräch einfach zu. Die Lösung wandelt das Gesprochene in eine strukturierte Dokumentation um und schlägt Ihnen dazu passende Abrechnungspositionen vor. So verlassen Sie das Behandlungszimmer ohne offene Notizen – und die Dokumentation ist erledigt, bevor der nächste Patient kommt.

Zahnarzt führt KI Doku durch

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Wie versenden Sie Heil- und Kostenpläne papierlos, ohne hinterherzutelefonieren?

Behandlungspläne werden papierlos, indem Sie sie digital an den Patienten übermitteln, statt sie auszudrucken und mitzugeben – das verkürzt die Zeit bis zur Zusage und spart Ihrem Team das manuelle Nachfassen. Gerade beim Heil- und Kostenplan (HKP) entscheidet die Geschwindigkeit oft darüber, ob eine Behandlung überhaupt zustande kommt.

Der typische Ablauf kostet Sie an mehreren Stellen Zeit und Umsatz. Der Plan wird ausgedruckt und mitgegeben, der Patient nimmt ihn mit nach Hause, überlegt – und meldet sich nicht. Ihr Team muss telefonisch nachhaken, oft mehrfach. Jeder offene Plan ist dabei nicht nur Verwaltungsaufwand, sondern potenziell entgangener Umsatz.

Der KI Plan Agent von Nelly automatisiert genau diesen Prozess. Behandlungspläne werden digital versendet, der Patient kann sie bequem einsehen und zustimmen, und das Follow-up übernimmt die Lösung eigenständig. Ihr Team telefoniert nicht mehr hinterher, und Sie sehen jederzeit, welcher Plan in welchem Status steht.

„Wir telefonieren Heil- und Kostenpläne nicht mehr hinterher. Die Zusagen kommen schneller, wir können besser planen und unser Team ist deutlich entlastet.“

Helen Stürmer, ehemalige Praxismanagerin 

Zahnarzt nutzt KI Plan Agent

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Was müssen Sie bei Aufbewahrungsfristen, Datensicherung und Zugriffsschutz beachten?

In der papierlosen Praxis gelten dieselben gesetzlichen Pflichten wie für analoge Akten: Patientenunterlagen müssen mindestens zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufbewahrt (§ 630f Abs. 3 BGB), DSGVO-konform gesichert und vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Digital wird die Erfüllung dieser Pflichten meist sogar leichter – wenn Sie ein paar Punkte beachten.

Welche Aufbewahrungsfristen gelten für Zahnarztpraxen?

Für die zahnärztliche Behandlungsdokumentation gilt grundsätzlich eine Mindestfrist von zehn Jahren nach Behandlungsabschluss. Für einzelne Unterlagen sind die Fristen länger:

  • Röntgenaufnahmen: 30 Jahre (§ 85 Strahlenschutzgesetz)
  • Minderjährige Patienten: Die Frist beginnt erst mit dem 18. Geburtstag
  • Haftungsfälle: Zivilrechtliche Ansprüche können bis zu 30 Jahre nachwirken (§ 199 BGB), weshalb viele Kassenzahnärztliche Vereinigungen raten, im Zweifel länger aufzubewahren

Maßgeblich ist immer die längste einschlägige Frist. Digitale Archive haben hier einen klaren Vorteil: Sie nehmen keinen Lagerraum weg, bleiben dauerhaft lesbar und sind in Sekunden auffindbar.

Wie sichern Sie Ihre Daten richtig?

Sichern Sie Ihre Daten regelmäßig – idealerweise täglich – und an mehreren Orten. Bewährt haben sich eine DSGVO-konforme Cloud-Lösung, separate Server und zusätzliche externe Datenträger. Achten Sie bei jedem Anbieter darauf, dass die Daten in Deutschland beziehungsweise innerhalb der EU verarbeitet werden und Änderungen revisionssicher protokolliert sind.

Beim Zugriffsschutz gilt das Gleiche wie auf Papier: Nur Sie und Ihr Praxisteam dürfen die Daten einsehen (Stichwort Schweigepflicht). In digitalen Systemen lässt sich das über Rollen- und Rechtevergabe sogar feiner steuern als im Aktenschrank.

Ersetzt die ePA Ihre eigene Dokumentation?

Wichtig für die Praxis: Die seit Oktober 2025 verpflichtende elektronische Patientenakte ergänzt Ihre Dokumentation, ersetzt sie aber nicht. Ihre Praxis bleibt verpflichtet, die Behandlung vollständig in der eigenen Akte zu dokumentieren und aufzubewahren. Die ePA dient dem Austausch zwischen Leistungserbringern – Ihre eigene Akte bleibt die rechtlich maßgebliche Grundlage.

Fazit: Der richtige Zeitpunkt für die papierlose Praxis ist jetzt

Die papierlose Praxis ist längst keine Frage des Ob mehr, sondern des Wann. Wer die paperlastigsten Prozesse zuerst digitalisiert – Anamnese, Dokumentation und Behandlungsplan-Kommunikation – gewinnt sofort Zeit zurück und erfüllt die gesetzlichen Pflichten zuverlässiger als auf Papier. Beginnen Sie dort, wo Ihr Team aktuell am meisten Zeit verliert. Jeder digitalisierte Ablauf bringt Sie näher an das, worum es eigentlich geht: die Behandlung Ihrer Patienten.

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FAQs zur papierlosen Praxis

Ist die papierlose Praxis in der Zahnarztpraxis rechtlich erlaubt?

Ja. § 630f BGB erlaubt die Behandlungsakte ausdrücklich auch in elektronischer Form und stellt sie der Papierform gleich. Entscheidend ist, dass nachträgliche Änderungen nachvollziehbar bleiben, die Daten DSGVO-konform gesichert sind und die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen eingehalten werden. Digitale und analoge Dokumentation sind damit rechtlich gleichgestellt.

Wie lange muss ich Patientenakten in der Zahnarztpraxis aufbewahren?

Grundsätzlich mindestens zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung (§ 630f Abs. 3 BGB). Für Röntgenaufnahmen gelten 30 Jahre, bei minderjährigen Patienten beginnt die Frist erst mit dem 18. Geburtstag. Wegen möglicher Haftungsansprüche empfehlen viele Kassenzahnärztliche Vereinigungen, Unterlagen im Zweifel länger aufzubewahren.

Ersetzt die elektronische Patientenakte (ePA) meine eigene Dokumentation?

Nein. Die ePA ergänzt Ihre Dokumentation, ersetzt sie aber nicht. Ihre Zahnarztpraxis bleibt verpflichtet, jede Behandlung vollständig in der eigenen Akte zu dokumentieren und aufzubewahren. Die ePA dient vor allem dem Austausch von Befunden zwischen Leistungserbringern und bleibt eine patientengeführte Akte.

Julien Sara Lorenz

Marketing @Nelly Solutions

Julien Sara Lorenz begleitet seit fast vier Jahren die Digitalisierung des Gesundheitswesens und verfügt über ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen, mit denen Zahnarztpraxen im Alltag konfrontiert sind. Ihr Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durchdachte digitale Prozesse Zahnärzte und ihre Teams nachhaltig entlasten können.

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